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Aidshilfe will gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz kämpfen

05.10.2008 15:22

Erfurt (dpa) - Die Deutsche Aidshilfe will künftig verstärkt gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung von HIV-positiven Menschen am Arbeitsplatz kämpfen. Da sei in den vergangenen Jahren zu wenig geschehen, sagte der neue Sprecher des Vorstandes, Carsten Schatz, am Sonntag in Erfurt. Der Verband hatte bei seiner Mitgliederversammlung in Erfurt fast komplett den Vorstand ausgewechselt. Die Aids-Hilfe wurde vor 25 Jahren gegründet. Sie versteht sich sowohl als Interessenvertreter Betroffener und ist zugleich der Dachverband von 120 Mitgliedsorganisationen.

Die ehemalige Vorstandssprecherin Maya Czayka hatte am Samstag davor gewarnt, die Gefahren beim Umgang mit HIV-infizierten Menschen übertrieben darzustellen. So senke eine funktionierende Therapie dieser Menschen die Ansteckungsgefahr erheblich. Am 13. Oktober werde die Aidshilfe in Berlin die bundesweite Kampagne «Ich weiß, was ich tu» starten. Dabei gehe es um den verantwortlichen Umgang mit Sexualität, die sexuelle Gesundheit schlechthin.

Derzeit leben laut Robert Koch-Institut 44 000 mit HIV infizierte Menschen in der Bundesrepublik, jedes Jahr kämen 2700 Neuinfektionen hinzu. Zu 16 Prozent seien Frauen betroffen. Die Zahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionen bei homosexuellen Männern steigt deutlich an.

(Internet: www.aidshilfe.de) dpa hü yyth z2 jg

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