Papst aus der Klinik: Ich bin mit euch Kranken

Seit Wochen ist der Papst nicht mehr aufgetreten. Sein Sonntagsgebet
übermittelt er schriftlich aus dem Krankenhaus.

Rom (dpa) - Der seit Wochen schwer erkrankte Papst Franziskus hat
allen Kranken sein Mitgefühl ausgesprochen. «Ich mache eine Zeit der
Prüfung durch, und ich schließe mich den vielen kranken Brüdern und
Schwestern an», sagte er laut einem Text, den der Heilige Stuhl
schriftlich übermittelte. Wie schon an den vier Sonntagen zuvor
musste das Oberhaupt der katholischen Kirche wieder auf das
traditionelle Sonntagsgebet vor Zehntausenden Gläubigen auf dem
Petersplatz in Rom verzichten.

«Unser Leib ist schwach, aber auch so kann uns nichts daran hindern,
zu lieben, zu beten, uns hinzugeben, einer für den anderen im Glauben
da zu sein», heißt es weiter in dem Text. Darin rief Franziskus
zugleich dazu auf, für den Frieden zu beten, besonders in den «vom
Krieg verletzten Ländern»: in der Ukraine, in Palästina, Israel, dem

Libanon, in Myanmar, Sudan und der Demokratischen Republik Kongo.

Der Papst liegt seit dem 14. Februar im Gemelli-Krankenhaus in Rom
und ist seither nicht mehr in der Öffentlichkeit gewesen. Der
88-Jährige leidet an einer komplizierten beidseitigen
Lungenentzündung. Am Samstagabend beschrieb der Heilige Stuhl seinen
Gesundheitszustand als stabil. Damit bestätigten sich die in der
vergangenen Woche gemachten Fortschritte, hieß es.

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